Das Freie Theater Hannover

Der Auftritt vor dem Auftritt

Vor einem Jahr präsentierten wir gemeinsam als Freies Theater Hannover einen generalüberholten Auftritt der besonderen Art. Das Bureau Hardy Seiler und Created by Monkeys (Simon Kondermann) schneiderten für uns ein phantastisches Kleid – eine neue Corporate Identity, in die wir seither hineinwachsen.

Die freie Theaterszene birgt in sich eine raffinierte Mischung von der eigenwilligen Spezialistin für Kindertheaterstücke bis zu Grenzgängern des performativen Tanzexperiments. UNSERE GRÖßTE QUALITÄT IST DIE UNTERSCHIEDLICHKEIT, der kleinste gemeinsame Nenner aller Freien Theater ist das ... tja, was? Darauf mussten uns die beiden Fachleute mit ihrem geschärften Blick von außen erst bringen: das Ungleichheitszeichen ≠

Hier und heute folgt – in Zusammenarbeit mit dem Programmierer Michael Hüneburg – der zweite Teil des Auftritts: Eine Website, die zum Freien Theater und – was noch wichtiger ist – zu ihren Besuchern passt.

Sie gibt Auskünfte zu jedem beliebigen Ereignis unseres 18-Sparten-Theaters, ist variabel konfigurierbar – und entfaltet auf Smartphone und Ultra-HD-Bildschirm gleiche Brillanz.

Zeitgleich mit der Freischaltung dieser Homepage haben wir eine kleine PR-Kampagne gestartet. Der Slogan 'Der Auftritt vor dem Auftritt' soll Sie dazu verlocken, vor jedem Theaterbesuch auch www.freies-theater-hannover.de zu besuchen: Als 'Besuch vor dem Besuch'.

Freiheit und Kooperation

Der Weg zum Freien Theater Hannover

Die ersten freien Theater Hannovers entstanden in den 1970er Jahren aus dem Geist des 68er-Aufbruchs – beginnend 1976 mit der Theaterwerkstatt Hannover. Theater war Mittel der Subversion, inhaltlich und formal. Es war politisch, eingreifend, verändernd, bild-, meinungs- und nackenstark. So begann seine Erfolgsgeschichte, die die Wahrnehmung des Publikums und auch die öffentlichen Guckkastenbühnen veränderte. Gut so.

Im Laufe der Jahre kamen neue Akteure hinzu: Aus dem Freien Tanz – dessen Tradition in den Beginn des 20. Jahrhunderts zurückreicht –, aus den jüngeren theatralen Schulen. Der Strom wird nicht abreißen.

Die freien Theater leben Freiheit und Differenz – das ist ihr Element. Kein Wunder, dass die Kooperationsbeziehungen lange Jahre gegenüber ausgeprägten Abgrenzungen zurücktraten. Nur bei starken Bedrohungsszenarien durch Haushaltssperren und Mittelkürzungen kam es zu vorübergehenden Zusammenschlüssen, z. T. auch mit anderen Kultureinrichtungen (z.B. 1987 Kulturkooperative, 1992 Kulturoffensive).

Ein erster starker Impuls zur Kooperation wurde Ende 1993 von außen gesetzt: Der damalige Kulturdezernent Harald Böhlmann hatte in Zusammenarbeit mit Bernd Wagner von der Kulturpolitischen Gesellschaft ein Fördermodell für das freie Theater entwickelt, das listig deren Einigung auf die Mitglieder eines Beirates voraussetzte, der den Kulturausschuss der Stadt über die Vergabe der Fördermittel beraten sollte.

Der daraufhin berufene Beirat wurde in den kommenden Jahren zu einer Art Kristallisationspunkt der freien Theater, die sich regelmäßig mit dessen laufender Jurytätigkeit und den darauf fußenden jährlichen Förderentscheidungen auseinandersetzen mussten. Es entstand dadurch eine Art permanenter 'freundlicher Gegnerschaft'.

Dennoch dauerte es fast neun Jahre, ehe 2002 die freien Theater den Schritt zu einem eigenen ständigen Zusammenschluss wagten. Es entstand die 'Interessenvertretung Freier Theater Hannover' (IFTH). Wichtige Entwicklungsschritte waren die Einrichtung eines Sprecher-Amtes, die schrittweise Ausformung einer Geschäftsordnung sowie schließlich die selbstbewusste Umbenennung in FREIES THEATER HANNOVER Ende 2013.

Diese formellen Schritte spiegeln die deutlich gewachsenen Kooperationsbeziehungen unter den freien Theatern wider. Viele Akteure – SchauspielerInnen, technisches und künstlerisches Personal – sind in mehreren Theatern aktiv, es kommt zu Koproduktionen und anderen Formen der Zusammenarbeit, die in früheren Zeiten undenkbar schienen.

Heute sind 18 Ensembles Teil der Kooperative Freies Theater Hannover – unvergleichlich ungleich! Das Publikum hat – im Wortsinne: Freie Wahl!

Preise und Vergünstigungen

Am Preis soll kein Theaterbesuch scheitern. Andererseits erhöhen niedrige Preise den Subventionsbedarf und damit den Zuschuss, mit dem die Allgemeinheit jeden Theaterbesucher fördert. Weil gutes Theater im öffentlichen Interesse ist. Wir haben da kein schlechtes Gewissen – unsere Besucher werden weit geringer gefördert als die des Staatsschauspiels.

Unsere Preise bewegen sich auf Kinoniveau. Zwischen 10 und 15 Euro für Vollzahler, zwischen 5 und 7 Euro für Kinder und SchülerInnen. Die genauen Preise sind beim jeweiligen Stück vermerkt.

Wir arbeiten an einer gemeinsamen Preisgestaltung und an gemeinsamen Angeboten wie z.B. einer Jahreskarte für alle Theater, aber das braucht seine Zeit.

Bis jetzt haben wir zwei Angebote, mit denen unsere BesucherInnen Geld sparen können:

Wechsel-TREUERABATT — Wer nach dem Besuch einer Produktion eines Mitgliedstheaters die Eintrittskarte aufhebt und sie beim Besuch einer Vorstellung eines anderen (also nicht des selben!) Mitgliedstheaters vorlegt, erhält 2 € Ermäßigung auf den regulären oder bereits ermäßigten Preis der neuen Eintrittskarte. Die Ermäßigung gilt für Stücke aus dem laufenden Spielplan. Nicht für Premieren, Kinder- und Gruppenvorstellungen sowie nicht für Gastspiele und Sonderveranstaltungen.

FÜR BESUCHER MIT HANNOVERAKTIVPASS IST DER EINTRITT KOMPLETT FREI – weil der HannoverAktivPass eine Superidee ist!

Pressematerial

Im Pressebereich sind – geordnet nach den einzelnen Produktionen der Theater – Fotos und Pressemitteilungen zu finden.

Unter Nennung der Urheberschaft ist die Veröffentlichung genehmigt und erwünscht, soweit diese in direktem Zusammenhang mit einer Berichterstattung über das FREIE THEATER HANNOVER oder das einzelne Theater stattfindet.

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